29. April 2014 | Posted in:Blog

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Nach dem ersten Teil, der sich mit dem Prolog des Manifest beschäftigt hat, der Beschreibung der Thesen 12 und  19 folgt heute mein vierter Beitrag zu einer These aus dem  Cluetrain Manifest. Dieses mal habe ich mir eine These aus dem oberen Drittel des Manifests herausgesucht. Wie immer ist ein nettes, gerne auch kritisches Feedback jederzeit willkommen.

 These 2: Märkte sind Menschen

These 2: „Die Märkte bestehen aus Menschen nicht aus demografischen Segmenten.“

Dies ist ein Aspekt des Cluetrain Manifestes der nie aus den Augen verloren werden sollte und den sich jede Firma verinnerlichen muss, will sie denn auch in Zukunft erfolgreich sein. Ein Mensch kann und wird immer wieder unerwartet reagieren eine Menschenmenge wird nie wie ein einzelner Mensch reagieren. Menschen sind intelligent, Menschenmengen manchmal nicht und Menschen sind schlussendlich Individuen. Man mag mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit Reaktionen voraussehen. Eine Garantie, dass diese auch eintreffen, wird es aber niemals geben.

Diese Menschen verstehen keine Buzzwords oder andere sprachliche Entgleisungen. Auf sie wirken derartige Floskeln und Wortkonstrukte nicht elegant, sondern eher abschreckend und unfreiwillig komisch. Es ist wichtiger den je, sich einfach und simpel auszudrücken und die Sprache der eigenen Zielgruppe anzupassen. Dies muss aber authentisch geschehen. Kein geistig gesunder 16jähriger wird einem 59jährigen Marketing-Manager einen zu hippen Sprachgebrauch abnehmen. Wird dieser sich frei nach dem neuesten Medienbericht über die aktuelle Jugendsprache als „Babo“ bezeichnen, kann er sich allgemeiner Lächerlichkeit sicher sein.

Überhaupt spielt die Authentizität eine immer größere Rolle. Die Märkte also die Menschen, wollen nicht das Gefühl haben, mit einem sprachlich glattgeschliffenen Kommunikations-Fachmann zu sprechen. Sie wollen Persönlichkeit, sie wollen Empathie und sie wollen eine Perspektive die Ihnen den Nutzen des Produkts oder der Dienstleistung aufzeigt. Wird wie im Allgemeinen üblich eine ganze Personengruppe, nämlich die so genannte Zielgruppe des eigenen Unternehmens umworben, sollte der Sprachgebrauch auch dort die individuellen Ziele, Wünsche und Bedürfnisse jeder einzelnen Person in einem natürlichen menschlichen Maßstab ansprechen.

Kurz gesagt, wir haben die Schnauze voll von euch glatt geleckten Kommunikationsspezialisten und Waschmittelverkäufern, denen jedes sprachliche Mittel Recht ist, um uns etwas zu verkaufen. Werdet wieder zu Menschen! Macht von uns aus Versprecher, plappert Blödsinn ohne Hintergedanken und ohne die Absicht uns etwas andrehen zu wollen, werdet auch mal sauer wenn wir euch auf die Nerven gehn. Zeigt uns, das wir eurem Unternehmen nicht nur als Zahlen in der Statistik sondern auch als Menschen am Herzen liegen und es deshalb verdient haben mit echten Menschen aus diesem Unternehmen zu sprechen. Werft die organischen Verkaufs- und Kommunikationsroboter endlich zum Altmetall, denn ihre Zeit ist vorbei.

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