28. März 2014 | Posted in:Blog

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Immer wieder reden wir oder auch diejenigen Menschen für die das Internet #NEULAND ist, vom Social Web. Doch was ist das Social Web in technischer und kommunikativer Hinsicht? Was macht das Social Web aus und… wird es am Ende Kuchen geben? In meinem heutigen Blog möchte ich, zusammen mit euch, die meiner Meinung nach entscheidenden charakteristischen Merkmale betrachten und benennen.

Mitmachen

test11_kleinEs sind nicht mehr die Seitenbetreiber oder allenfalls ein paar ihrer Mitarbeiter die die Seite mit Inhalten füllen. Die Nutzer der Plattform oder Seite platzieren dort, je nach Ausrichtung der Plattform, digitale Inhalte jedweder Art und vergrößern damit das Angebot. Daneben sorgen die hochgeladenen Inhalte für Diskussionen unter den Nutzern und locken neue Nutzer an. Jeder der sich dazu berufen fühlt kann teilnehmen, da die vormals bestehenden technischen Hürden weitgehend gefallen sind. Die neueste Generation der Content Management Systeme kann auch von Usern ohne weitgehende Technische Vorkenntnisse verwendet werden. Wer einen Brief in einer Textverarbeitungssoftware schreiben kann, findet sich auch in den meisten CMS-Systemen zurecht. Auch das hochladen direkt auf der Plattform oder Seite wurde stark vereinfacht. Mit nur wenigen Mausklicks können Umfragen erstellt, Bilder für den späteren Aufruf markiert oder ganze Blog-Artikel der Allgemeinheit zugänglich gemacht werden. Der so genannte User Generated Content ist aus dem Social Web nicht mehr wegzudenken

Teilen

Wer gerade gefilmt hat, wie der jüngste Familienspross das erste mal vor sich hinplappert, kann das entstandene Video, genau so wie ein Blogschreiber, der einen neuen Artikel erstellt hat, in sekundenschnelle einem bestimmten oder unbestimmten Personenkreis zur Verfügung stellen. Dieser Personenkreis kann das erhaltene Material ebenfalls weiterverteilen. Sei Es indem das Video über die zum Beispiel bei verschiedenen Videoplattformen vorhandene Einbettungsmöglichkeit im eigenen Blog oder per Knopfdruck auf Facebook verlinkt wird oder sei es ein begeisterter Freund des Blog-Schreibers, der den Link zu dem Artikel teilt und damit weitere Menschen auf das Werk aufmerksam macht.

Kontakte

Bekannterweise bestand das erste soziale Netzwerk aus Mann und Frau. Dann kamen Kinder, Stammesmitgliedschaften, der heimische Schützenverein oder die allwöchentliche Yoga-Gruppe. Diese Netzwerke hatten alle eine Gemeinsamkeit ein physisches Kennenlernen war für diese Netzwerke unbedingt erforderlich.
Mit dem Aufkommen des Social Web entfiel diese physische Komponente und der Freundes- und Bekanntenkreis in Online-Netzwerken differiert oft in großem Maß von den so genannten „realen“ Freunden und Bekannten. Es reichen gemeinsame Interessen oder Hobbys um sich zu vernetzen. Während in Facebook eine solche Anfrage noch bestätigt werden muss, reicht es bei der Social Media Plattform Twitter sogar, wenn sich eine Person entschließt der anderen zu „folgen“ um sich sozusagen einseitig zu vernetzen.
Aufgrund dieser Begebenheiten ist der durchschnittliche Nutzer sozialer Netzwerke zum Beispiel auch mit Menschen vernetzt die er ausschließlich aus dem Internet kennt. Hierdurch ergibt sich das Phänomen, dass jeder Nutzer mit jedem anderen Nutzer über erstaunlich wenige Ecken verbunden ist. Das soziale Netzwerk wird zum Dorf.

Bewertung

test12_kleinVor allem Unternehmen müssen sich damit abfinden, dass ihnen die Deutungshoheit über ihr eigenes Produkt aus den Händen genommen wurde. In den heutigen sozialen Netzwerken bewerten User alles was sie in die Finger bekommen. Vom Staubsauger über neue Smartphones bis zum letzten Karibik-Urlaub bekommt alles eine individuelle Kommentierung und ein gnadenloses Urteil auf der Bewertungsskala. Konsumenten sind niemandem verpflichtet. Sie müssen keine Rücksichten auf Hersteller, Zulieferer oder Verkaufszahlen nehmen. War eine Bewertung vor dem sozialen Web nur die begrenzte „Mund zu Mund“ Propaganda, die wenig in die Öffentlichkeit drang, so sind diese Bewertungen jetzt einer der Haupt-Kaufentscheider für alle Menschen die im Internet unterwegs sind.

Echtzeit

Egal ob es um den eigenen Standort oder ein Update zum Beziehungsstatus geht. Noch nie konnten Privatpersonen ihren aktuellen Status so schnell, so vielen Menschen mitteilen. Ebenso wird man per RSS-Feed in Echtzeit über neue Blogs, Nachrichten, Aktienkurse oder Sportergebnisse informiert. Einen entscheidenden Anteil an der Geschwindigkeitserhöhung haben mobile Endgeräte wie Smartphones oder Tablets. Durch sie wurde es möglich auch unterwegs unkompliziert und schnell auf das World Wide Web zurückzugreifen.
Das Social Web kennt keinen Stillstand. Irgendwo passiert immer etwas Neues und wird an die Allgemeinheit übermittelt. Brauchte eine Nachricht auf einem Blog vor fünf Jahren noch mehrere Wochen bevor sie von den etablierten Pressemedien aufgegriffen wurde, so kann man diese Zeitspanne heutzutage beinahe in Minuten messen.

Technik

Ohne die passende Technik könnte das Social Web nicht in seiner derzeitigen Form stattfinden. Als Beispiel hierfür möchte ich die RSS Feeds (Real Simple Syndication und Rich Site Summary) nennen. RSS wird auch als das inkrementelle (gesteigertes) Web bezeichnet. Es aktualisiert sich in Echtzeit. Und es erlaubt es uns, Seiten zu abonnieren und bei jeder Änderung der Seiten oder bei neuen Beiträgen informiert zu werden. Ein weiteres Beispiel ist die Schnittstelle API, die es möglich macht, dass eine Social Web – Anwendung auf den verschiedensten technischen Plattformen funktioniert und miteinander interagiert.

Die Zukunft

test13Das aktuelle Social Web ist in meinen Augen ein bisher noch kleiner Blick in die Zukunft der Menschen.  Die Vernetzung wird weiter voranschreiten und vor allem die Kommunikation untereinander, den Konsum von Medien, die Informationsgewinnung, Forschung grundlegend verändern. Schon jetzt ist es beinahe  selbstverständlich in Sekundenschnelle einen Kollegen auf einem anderen Kontinent, den Supermarkt an der Ecke oder einen Fachmann für alle Probleme zu erreichen, wenn man diesen in der eigenen Freundesliste hat und er die gleiche Plattform nutzt. In Zukunft werden diese „digital relations“ plattformübergreifend möglich sein. Jeder Nutzer wird seine digitale Identität haben, die ihn selbständig mit bevorzugten Interessensgruppen verbindet und ihm auf Anfrage eine Auswahl an möglicherweise geeigneten Gesprächspartnern, Helfern, Kollegen oder einfach Mitmachern (zum Beispiel für eine ausgedehnte Radtour) serviert.

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