17. April 2014 | Posted in:Videos

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Heute möchte ich euch mit „Cheyenne this must be the place“ einen aus dem Jahr 2011 stammenden Film empfehlen, der mir unter anderem auch wegen dem von den Talking Heads geschriebenen Song „This must be the place“, dem Auftritt von David Byrne ewig in Erinnerung bleiben wird. Dazu kommen die ebenfalls starken Lieder die David Byrne zusammen mit Will Oldham unter dem Bandnamen Pieces of Shit für den Film beisteuerte.

In der Hauptrolle seht ihr den ruhig und brav gewordenen Ex-Madonna-Ehemann und Ex-Hollywood-Rüpel Sean Penn, der in seiner Rolle als in Dublin lebender, alternder und nicht mehr unbedingt taufrischer Musiker ordentlich Eindruck macht. Die Ausarbeitung der Kunstfigur macht zu einem großen Teil die Faszination des Filmes aus und man erinnert sich bei dem Anblick von Sean Penn alias Cheyenne unwillkürlich an Robert Smith, den Lead Sänger der Gruppe The Cure.

 

Zur Vorgeschichte des Filmes möchte ich folgendes verraten. Mit seiner Gothic-Band Cheyenne and the Fellows feiert Cheyenne große Erfolge. Als sich zwei Teenager wegen seiner Musik das Leben nehmen, zieht sich Cheyenne depressiv und von Schuldgefühlen geplagt aus der Öffentlichkeit zurück.

Dann erreicht ihn die Nachricht, dass sein in den USA lebender Vater, zu dem er seit 30 Jahren keinen Kontakt mehr hatte im Sterben liegt. Er reist in die Vereinigten Staaten, kommt aufgrund seiner Flugangst zu spät. Er erfährt, dass sein Vater Auschwitz überlebte und einer seiner damaligen Peiniger sich in den USA versteckt hat. Er beschließt, seinen Vater zu rächen und macht sich auf die Suche nach dem Verbrecher.

Der italienische Regisseur Paolo Sorrentino verneigt sich mit diesem Film vor dem großen Kino und der Musik seiner Jugend. Im Unterschied zum klassischen Roadmovie erzählt der Film nicht etwa vom Aufbruch, sondern von der Reise ins eigene Ich. Das Ganze wird dem Zuschauer gewürzt mit eindringlichen Emotionen, einer klaren Erzählweise und einer ordentlichen Prise Humor serviert. Man kann sich unbeschwert auf die expressiven Bilder und die skurillen Figuren Sorrentinos einlassen, die einen sanft und eindrucksvoll an ein durchaus überraschendes Ende geleiten.

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