10. April 2014 | Posted in:Spiele

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World-of-Tanks-iconWorld of Tanks (Wargaming) PC

Heute möchte ich euch mein derzeitiges Lieblingsspiel vorstellen. Hier kann auch der überzeugte Pazifist gepflegt ausrasten und ohne Gewissensbisse virtuellen Stahl auf den Schrottplatz schicken. Das Ganze funktioniert dann auch noch kostenlos und nur wer die eigene Karierre beschleunigen will oder den eigenen Fuhrpark weiter ausdehnen möchte kann dies mit kaufbaren Zusatzleistungen und Zusatzfahrzeugen tun. Wichtig ist hier, dass die kaufbaren Fahrzeuge nicht so gut und stark sind ,wie die Panzer die im normalen Spiel vorhanden sind und dass man alle Spielziele auch ohne den Einsatz von echtem Geld erreichen kann.

Das Grundspielprinzip von World of Tanks ist das altbekannte „capture the flag“ in verschiedenen Versionen. Natürlich funktioniert auch das ebenso aus der Welt der Ego-Shooter stammende „last man standing“ also „wer zuletzt noch steht – gewinnt“ – Prinzip. Denn, ist kein Gegner mehr da, kann der auch keine Fahne mehr einnehmen. Mit einer zunehmenden Anzahl von gespielten Gefechten erhält eure Besatzung, die je nach Panzer aus zwei bis sechs Mann bestehen kann, Erfahrung und der Panzer sammelt Forschungspunkte. Je mehr Erfahrung die Besatzung hat, desto besser zielt, fährt oder repariert sie.

Mit den Forschungspunkten kann die Ausrüstung des Panzers verbessert werden. So wirkt zum Beispiel ein verbesserter Motor wahre Wunder und eine neue Kanone weckt in  den Gegnern die unstillbare Sehnsucht nach fester Deckung. Das Ganze wird mit der ingame-Währung gekauft die ihr ebenso für gespielte Gefechte erhaltet. Diese Währung benötigt ihr natürlich auch wenn euch das eigene Gefährt unter dem Hintern weggeschossen wurde und ihr einen dicken Batzen Geld für die Reparatur hinlegen müsst. Auch diverse Extras wie ein Erste-Hilfe-Paket, Ersatzteile oder hochoktaniger Sprit müssen mit der ingame-Währung bezahlt werden.

 Wer jetzt glaubt, es würde sich um einen waschechten Simulator handeln, liegt komplett falsch. In dem Spiel steht eindeutig das Arcade-Element an erster Stelle. Zwar handelt es sich bei einem Teil der Panzermodelle um Fahrzeuge die echten Vorbildern nachempfunden sind, aber mehr als die Hälfte der Fahrzeuge sind Prototypen oder Blaupausen, die nie an einem echten Gefecht teilgenommen haben.

 Die Panzer sind in verschiedene Kampfstärken, die so genannten Tier-Klassen unterteilt. In der kleinsten Tierklasse Eins fahrt ihr zum Beispiel hauptsächlich mit leichten Panzern, MGs und kleinen Kanonen durch die liebevoll gestalteten Karten. Dabei ist von Taktik noch recht wenig zu spüren. Man fährt aufeinander zu und wer zuerst beziehungsweise überhaupt trifft, gewinnt. Aber Vorsicht! Auch in der Stufe Eins gibt es immer wieder sehr gute Spieler, die im Sandkastengerangel ihre Statistik aufbessern wollen. Beliebt sind die Stats-Padder nicht aber dem Anfänger kann ich hier nur raten, sich an diese Spieler ranzuhängen. Eine bessere Chance, das eigene Spiel zu verbessern gibt es nicht. Spätestens Ab der Tier-Klasse Acht zieht die Spielstärke dann heftig an und man sollte dort erst dann einsteigen, wenn die eigene Spielerfahrung dies ohne zu viele Frustmomente erlaubt. Neben dem Spiel gegen Zufallsgegner als Einzelspieler ist es auch möglich mit bis zu zwei weiteren Spielern im „Zug“ zu fahren oder mit einem eigenen Clan an Kompaniegefechten teilzunehmen und gezielt gegen andere Kompanien zu spielen. Das Spiel hat eine starke Bindung an den eSport. Auch der Hersteller Wargaming selbst, macht sich offensiv für den kompetitiven Wettbewerb stark und richtet immer wieder Turniere aus, bei denen es wertvolle Geld oder Sachpreise zu gewinnen gibt.

Ich selbst betreibe das Spiel als ambitionierter Feierabendkrieger und schaffe es inzwischen immerhin, etwas mehr auszuteilen als ich einstecken muss. Ds Spiel selbst erhält alle paar Monate ein Update bei dem Fehler behoben oder neue Inhalte eingefügt werden. In der aktuell angekündigten Version 9.0 wird es zum beispiel neue Karten und eine Verbesserung der grafischen Darstellung geben. Die Grafik ist übrigens auf höchster Detailstufe sehr gut, wenn auch nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Um die volle Grafikpracht zu geniessen wird dann aber schon ein ordentlicher Gaming-Rechner vorausgesetzt. Dank eines umfangreichen Options-Menüs kommen aber auch die Besitzer älterer Rechenknechte auf eine annehmbare Anzahl von Bildern in der Sekunde. Wer das Spiel schon kennt, darf mich gerne unter meinem allseits bekannten Nickname anschreiben um fröhlich in die Niederlage (oder manchmal auch den Sieg) zu rollen ;).